Polyneuropathie

Krankheitszeichen

Kribbeln und Taubheitsgefühl, meist beginnend an den Füßen, die sich mehr oder weniger schnell auf die Unterschenkel und eventuell auf die Hände/Arme und Oberschenkel ausdehnen (sock- enförmiges und/oder handschuhförmiges Verteilungsmuster). Unsicherheit beim Gehen und Stehen. Gefühl, wie auf Watte zu gehen. Oft auch zunehmende Muskelschwäche und abnehmende Koordinationsfähigkeit. Zudem können ein verändertes Schweißverhalten und Ernährungsstörungen der Fußnägel, aber auch der Haut auftreten.

Nicht alle Polyneuropathien sind schmerzhaft.

PNP-bedingte Schmerzen werden meist als brennend oder elektrisierend beschrieben. Neben Dauerschmerzen bestehen teilweise einschießende Verstärkungen. Die Haut kann überempfindlich auf Berührung werden. Auch treten häufiger Wadenkrämpfe auf.

Insbesondere zu Beginn einer diabetischen PNP findet sich oft ein schwerpunktmäßiger Befall der dünnen Fasern, der „small fibers“, die für die Schmerz- und Temperaturvermittlung zuständig sind. Man leidet dann unter typischen PNP-Zeichen, ohne dass die elektrophysiologischen Messungen, die die dicken (mit einer Myelinscheide umgebenen) Nervenfasern erfassen, verändert sind.

PNP-Schmerzen sind oft medikamentös nur unzureichend behandelbar, und die üblichen Therapieverfahren helfen den Nerven nicht, wieder auszuheilen bzw. sich zu reparieren.

Die Schmerzen und die damit verbundenen Einschränkungen nehmen praktisch immer zu und können unerträglich werden. Sie bedürfen einer intensiven und qualifizierten Behandlung unter Einbeziehung verschiedener Fachrichtungen.

Das Schmerztherapiezentrum Bad Mergentheim hat sich auf die multimodale stationäre Behandlung von Polyneuropathien spezialisiert. Dabei werden schulmedizinische und naturheilkundliche Verfahren in Abstimmung mit Ihnen zu Ihrem persönlichen Therapiekonzept zusammengestellt. Diese Behandlung ist auf eine Verbesserung nicht nur der Schmerzen, sondern auch der Nervenfunktion ausgerichtet.